Datenanalyse
Von der Fallbeschreibung zum Datenmodell
Bevor eine Datenbank entwickelt werden kann, muss man verstehen, welche Informationen überhaupt benötigt werden und wie diese zusammenhängen. Dieser Vorgang wird als Datenanalyse bezeichnet. Ziel der Datenanalyse ist es, alle relevanten Datenobjekte zu erkennen, ihre Eigenschaften festzulegen und die Beziehungen zwischen ihnen zu verstehen.
Die Grundlage für die Datenanalyse ist eine Fallbeschreibung. Sie beschreibt ein Unternehmen, einen Arbeitsablauf oder eine Situation, für die eine Datenbank entwickelt werden soll.
Die Fallbeschreibung muss genau untersucht werden. Dabei sucht man nach vier Dingen:
1. Entitäten – Was gibt es?
Entitäten sind die Dinge oder Personen, über die Informationen gespeichert werden sollen.
Frage:
„Über welche Dinge muss die Datenbank Informationen speichern?“
Beispiele:
Kunde
Produkt
Bestellung
Tipp: Man achtet im Text besonders auf wichtige Hauptwörter.
2. Attribute – Was weiß ich darüber?
Attribute beschreiben eine Entität genauer.
Frage:
„Welche Informationen brauche ich über dieses Ding?“
Beispiel:
Kunde
Kundennummer
Firmenname
Adresse
Telefonnummer
E-Mail-Adresse
3. Beziehungen – Wie hängen die Entitäten zusammen?
Jetzt untersuchen wir, welche Entitäten miteinander verbunden sind.
Frage:
„Was hat mit was zu tun?“
Beispiel:
Ein Kunde gibt eine Bestellung auf.
4. Kardinalitäten – Wie viele?
Zum Schluss überlegen wir, wie viele Exemplare miteinander verbunden sein können.
Frage zum Beispiel:
Kann ein Kunde mehrere Bestellungen haben?
Vorgehensweise
Wenn man eine Fallbeschreibung zur Datenanalyse bekommt:
1. Entitäten markieren
→ Was gibt es?
2. Attribute zuordnen
→ Was weiß ich über die Entitäten?
3. Beziehungen suchen
→ Was hängt miteinander zusammen?
4. Kardinalitäten bestimmen
→ Wie viele können miteinander verbunden sein?