Normalisierung
Als Normalisierung werden Regeln bezeichnet, die bei der Bildung von relationalen Datenstrukturen beachtet werden sollten.
Die Normalisierung der Datenstrukturen bewirkt die Elimination von Redundanzen (mehrfaches Speichern gleicher Sachverhalte) und Anomalien (unerwünschte, fehlerhafte Situationen) wie z.B. das doppelte Speichern eines Namens mit unterschiedlicher Rechtschreibung (Müller und Mueller), die beim Einfügen, Ändern oder Löschen von Daten auftreten können.
Wenn bei einem Datenbankentwurd Fehler gemacht worden sind, können Tabellen entstehen, in denen aufgrund von Redundanzen erhöhter Pflegeaufwand entsteht. Dieser erhöhte Pflegeaufwand führt sehr schnell dazu, dass der Datenbestand der Datenbank inkonsistent wird.
Mit Hilfe der Normalisierung können fehlerhafte Tabellen so umgeformt werden, dass sie keine Redundanzen mehr enthalten und somit die Fehlerquelle aus der Tabelle eliminiert wird.
Bevor es im Einzelnen um die Normalisierung geht, müssen die Begriffe funktionale Abhängigkeit und transitive Abhängigkeit geklärt werden.
Als Ausgangsdatenbank dient die folgende Datenbank für Bestellungen, die von Dritten erstellt wurde und nun auf Redundanzen und Anomalien hin untersucht werden muss.
BestellID |
Kunde |
Artikel |
Lieferdatum |
Lieferant |
Lieferantenadresse |
|---|---|---|---|---|---|
1001 |
Max Mustermann |
Laptop, Maus, Tastatur |
2025-10-10 |
TechShop |
Berlin, Hauptstraße 1 |
1002 |
Anna Schmidt |
Monitor, Kopfhörer |
2025-10-12 |
TechShop |
Berlin, Hauptstraße 1 |
1003 |
Peter Müller |
Drucker, Tinte |
2025-10-15 |
BüroBedarf |
Hamburg, Hafenstraße 10 |