ERM Kardinalitäten

Die Kardinalität gibt an, wie viele Objekte aus jeder Entitätsmenge in einer Beziehung mit Objekten aus einer anderen Entitätsmenge stehen können.

Dabei werden zwei Arten für die Kardinalität unterschieden.

  • Typ 1: ein Objekt in einer Entitätsmenge steht mit einem anderen Objekt in einer Entitätsmenge in Beziehung.

  • Typ 2: ein Objekt steht mit mehreren Objekten einer anderen Entitätsmenge in Beziehung.

Beispiel

  • Ein Kunde kauft ein Produkt

  • Ein Kunde hat mehrere Bestellungen

1 : 1-Beziehung

Bei einer 1 : 1-Beziehung steht ein Objekt einer Entitätsmenge mit genau einem Objekt in der anderen Entitätsmenge in Beziehung.

Kardinalität Menge Darstellung 1 zu 1 Beziehung

Man liest die Kardinalitäten dieses ERMs wie folgt:

Ein deutscher Staatsbürger hat genau eine Steueridentifikationsnummer, und eine Steueridentifikationsnummer gehört genau einem deutschen Staatsbürger.

1 : N-Beziehung

Bei einer 1 : N-Beziehung steht ein Objekt einer Entitätsmenge mit mehreren Objekten in der anderen Entitätsmenge in Beziehung.

1 zu n Beziehung 1 zu n Beziehung

Man liest die Kardinalitäten dieses ERMs wie folgt:

Ein Kunde kann mehrere Rechnungen bezahlen, und eine Rechnung wird von genau einem Kunden bezahlt.

N : M-Beziehung

Bei einer N : M-Beziehung steht ein Objekt einer Entitätsmenge mit mehreren Objekten in der anderen Entitätsmenge in Beziehung und umgekehrt.

n zu m Beziehung n zu m Beziehung

Man liest die Kardinalitäten dieses ERMs wie folgt:

Ein Kunde bestellt mehrere Artikel, und ein Artikel wird von mehreren Kunden bestellt.

Die Buchstaben N und M stehen hier für mehrere Objekte aus einer Entität.

Kardinalität angeben

Das ERM wird um die Kardinalitäten erweitert. Zu jeder Beziehung müssen zwei Kardinalitäten bestimmt werden. Für die Beziehung bestellt können die folgenden beiden Fragen gestellt werden:

  1. Ein Kunde wie viele Bestellungen?

  2. Eine Bestellung hat wie viele Kunden?

Kardinalität Bestimmung 1

Bei der Festlegung der Kardinalitäten wir immer danach gefragt, mit wie vielen ein Objekt einer Entität mit Objekten einer anderen Entität in Beziehung steht.

  • Ein Kunde steht mit wie vielen Bestellungen in Bezeichnung?

  • Eine Bestellung steht mit wie vielen Kunden in Beziehung?

Wichtig

Ein Kunde kann mehrere Bestellungen bestellen. Deswegen wird bei Bestellung ein N geschrieben.

Kardinalität Bestimmung 2

Wichtig

Eine Bestellung kann nur zu einem Kunden gehören. Deswegen wird bei Kunde eine 1 geschrieben.

Kardinalität Bestimmung 3

Gesprochene Darstellung der Kardinalität

Kardinalität Bestimmung 4 Kardinalität Bestimmung 5